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Anleitung für eine problemlose Darmspiegelung

Im Rahmen des Darmkrebsmonats März hat die Felix-Burda-Stiftung einige Informationen zum Thema Darmkrebsvorsorge zusammengestellt. Hier ein Auszug zu Ablauf und Vorbereitung auf die Darmspiegelung:

Aufwand:

Vorbereitungstag: ab 18 Uhr Einnahme der Trinklösung
Untersuchungstag: Einnahme Trinklösung, 20 Minuten Untersuchung, Vor- und Nachgespräch
Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch bei einem Gastroenterologen. Ziel: Der Facharzt informiert über die anstehende Vorsorgeuntersuchung, klärt auf über die Vorbereitung sowie über Risiken, die mit der Untersuchung verbunden sind.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung) ist die Vorbereitung des Darms. Dieser muss vollständig gereinigt sein, damit der Arzt alle Unregelmäßigkeiten auf der Darmschleimhaut erkennen kann. Für die Vorbereitung erhalten Sie ein Rezept für eine abführende Trinklösung, das in jeder Apotheke eingelöst werden kann. Der Arzt entscheidet von Fall zu Fall, welches Mittel das Beste ist. Ein kleines Blutbild, das vorab auch bei einem Hausarzt gemacht werden kann, ist außerdem erforderlich.

Vortag:

Einen Tag vor der Koloskopie sollten Sie auf kernhaltiges Obst und Gemüse verzichten. Es wird empfohlen sich ballaststoffarm zu ernähren und viel Tee, Wasser oder Säfte ohne Fruchtfleisch zu trinken. Mittags sollte ein leichtes Essen eingenommen werden.

Ab 18.00 Uhr:
Einnahme des ersten Teils der Trinklösung. Ab jetzt bis nach der Untersuchung darf keine feste Nahrung mehr eingenommen werden. Um dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen, sollten Sie deshalb viel Tee, Wasser und Säfte trinken.

Untersuchungstag:
Der ideale Untersuchungstermin ist am Vormittag, da Sie vor der Untersuchung keine feste Nahrung zu sich nehmen dürfen.

7.00 Uhr:
Einnahme des zweiten Teils der Trinklösung bis eine Stunde vor der Untersuchung.

Organisation einer Begleitung, die Sie nach der Untersuchung abholt, da Sie durch die Kurzschlafspritze als eingeschränkt verkehrstüchtig gelten.

10.00 Uhr:
Die Untersuchung. Sie entscheiden, ob Sie mit einer Kurzschlafspritze die Darmspiegelung verschlafen oder die spannende Untersuchung des Darms “live” am Monitor mitverfolgen wollen. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten, tut nicht weh und ist im Allgemeinen nicht gefährlich. Komplikationen kommen sehr selten vor – bei 2,8 von 1.000 Untersuchten. Während der gesamten Untersuchung liegen Sie in Ihrer eigenen Kleidung bequem und zugedeckt auf einer Liege.

Damit sich die Darmschleimhaut glättet und der Gastroenterologe kleinste Veränderungen darauf erkennt, wird ein wenig Luft in den Darm geführt. Danach sucht der Facharzt mit einem flexiblen Endoskop den gesamten Dickdarm nach Polypen – Vorstufen von Darmkrebs - ab. Das Koloskop ist ein technisches Wunderwerk – es ist mit einem Durchmesser von 10 Millimeter kleiner als ein 1-Cent Stück und enthält ein ganzes Instrumentarium. Neben einer Minikamera sowie einer Lichtquelle ist das Koloskop ausgestattet mit einem Arbeitskanal, in dem u.a. eine Schlinge zum Abtragen von Polypen verwendet wird.

Vorsorge und Behandlung in Einem: Entdeckt der Arzt während der Untersuchung Darmpolypen, entfernt er diese sofort mit der Schlinge. So kann erst gar kein Krebs entstehen.

Zwanzig Minuten später:
Die Untersuchung ist zu Ende.

Das Ergebnis:

Der Arzt hat nichts Auffälliges entdeckt. Es reicht, wenn Sie in 10 Jahren die Vorsorgeuntersuchung wiederholen.
Der Arzt hat einen oder mehrere Polypen gefunden und entfernt. Je nach Größe empfiehlt Ihnen der Gastroenterologe die nächste Darmspiegelung in 3 oder 5 Jahren.
In seltenen Fällen wird bei einer Vorsorgekoloskopie ein Darmkrebs festgestellt. In aller Regel wird dieser in einem so frühen Stadium sein, dass er zu 100 Prozent geheilt werden kann.
Das endgültige Ergebnis, ob es sich um Krebs handelt oder nicht, steht erst nach der Untersuchung des entfernten Gewebes beim Pathologen fest.
Nach dem Abschlussgespräch wird das Assistenzpersonal Ihre Begleitung verständigen. Dann können Sie nach Hause gehen und Ihre Alltagstätigkeiten wieder aufnehmen.

01.03.10 Quelle: www.felix-burda-stiftung.de

Bei Fragen zur Darmspiegelung steht Ihnen unser Experte Herr Dr. Rainer Sander gerne zur Verfügung.

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